Ich möchte betrunken sein, wenn ich aufwache, auf der richtigen Seite des falschen Bettes. Und jede Entschuldigung, die ich mir einfallen ließ, erzählt die verhasste Wahrheit. Was mich nicht umbrachte, hat mich auch niemals stärker gemacht. Die Liebe wird eine Narbe auf mir hinterlassen, dein Lippenabdruck auf mir bleiben. Daher werde ich das hier vielleicht so lassen. Ich sitze hier und wünschte, ich wäre nüchtern. Ich weiß, ich werde dich nie mehr so wie früher festhalten... Aber unser Haus kühlt ab, wenn du die Heizung runterdrehst. Wenn ich dich nicht umarmen kann wird mir eiskalt werden. Offene Bierflaschen aber nie Champagner...Ich bin hier, dir mit dem Geräusch meiner Hände Beifall zu spenden ! Wenn wir einen Spaziergang machen im Morgentau. Könnten wir uns wieder hinlegen, das ich neben dir wäre. Komm herein, für einen Hausgemachten Tee und wenn du einschläfst bist du neben mir. Von all diesen Sachen bin ich mir sicher. Ich bin mir nicht ganz sicher über deine Liebe. Du bringst mich zum schreien und dann bringst du mich zum weinen... Ich wollte alle Teile aufheben, falls wir etwas falsch machen, können wir es zerlegen. Jetzt ist es so weit ... und ich habe keine Kraft. Ich habe den Kontakt verloren, das Glück hat mich verlassen. Ich will hoch gezogen werden, wenn es mich nach unten zieht ... Tief im Inneren wollen wir alle glauben, dass wir Hardcore sein können. Aber Hardcore heisst nicht einfach nur hart zu sein – es heißt auch Dinge zu akzeptieren. Manchmal muss man sich auch erlauben einmal nicht Hardcore zu sein. Man muss nicht jede Minute des Tages knallhart sein. Es ist erlaubt das Visier hoch zu klappen. Genau gesagt in manchen Augenblicken ist dass das Beste. Zumindest solange man diesen Augenblick sorgfältig wählt. Jeden Tag erleben wir auch friedliche Augenblicke, das schwierige ist nur, sie auch wahrzunehmen, um uns auf sie einzulassen, sie zu genießen, um dann.. Los zu lassen....
Oft schiebe ich Lebensräume auf, mit der Begründung, dass ich noch reichlich Zeit dafür habe. Andere wiederum lasse ich sausen, weil ich auf Sicherheit aus bin oder Angst vor Veränderung habe. Das meiste aber vertrage ich, weil es mit Anstrengung verbunden oder schlicht unangenehm ist. Statt die Dinge anzupacken, zögere ich sie hinaus, doch dadurch wird es nicht leichter, im Gegenteil.
Unangenehmen Situationen gehe ich lieber aus dem Weg, anstatt sich ihnen zu stellen. Und das nur, weil meine Angst zu groß ist, enttäuscht zu werden. Es ist aber menschlich. Hoffe ich jedenfalls...
Ständig setze ich mich unter Druck und spiele schlimme Szenarien durch. Manchmal quäle ich mich mit der Sorge, dass ich nicht gut genug bin für die anstehende Herrausförderung. Sobald ich die Kontrolle verliere, neige ich dazu, mir Sorgen zu machen, damit ich auf alle möglichen Eventualitäten vorbereitet sein kann. Doch die Konsequenz kommt, nämlich der Stillstand, bringt mich logischerweise überhaupt nicht weiter und ich bin frustriert, wenn ich nicht von der Stelle komme.