Mittwoch, 28. Februar 2018

JUST MAKE A TEA


Es gibt kein Rezept für eine perfekte Beziehung. Jeder von uns ist anders und hat andere Erwartungen. Wir können allerdings uns bemühen unsere Liebe aufrecht zu erhalten.

In der heutigen Zeit vergessen wir oft, wie wir unsere Beziehung pflegen können auch ohne der symbolischen Blume am Valentinstag. Wir beschäftigen uns viel mit allem, was um uns herum passiert – Arbeit, Haushalt, Kinder, Zeit für uns aber selten können wir in unseren Alltag, die Zeit für unseren Partner mit einbringen.
Eine Beziehung sollte gepflegt werden. Es ist wie eine Blume, sie muss gegossen werden und nicht nur am Valentinstag, sondern täglich.

Oft machen wir einen großen Fehler, in dem wir denken, dass wenn die Liebe irgendwo ist, diese Liebe ewig halten wird, auch wenn wir nichts weiter machen werden.
Diese Liebe verzeiht vieles und drückt ab und zu das Auge zu aber nichts desto trotz sollte sie nicht vernachlässigt werden. Unsere Beziehung wird nicht dauerhaft perfekt sein. Jeder von uns hat einen schlechten Tag und bei einer Diskussion macht sich die Meinungsverschiedenheit bemerkbar. Es ist normal und kein Grund gleich aufzugeben. Nach solchen Tagen, kommen wieder die guten. 
Der richtige Weg ist es, zu wissen, wann man nachgibt, wann sollte die Stille unterbrochen werden und wann sollte man verzeihen.
Diese gegenseitige Stütze ist unglaublich wichtig. Durch ein gemeinsames und gleiches Tempo Schritt fühlen wir uns verstanden. Es nutzt nichts, wenn ich zu schnell bin und mein Partner mir hinterher ‚rennt‘ oder anders rum. Durch Unachtsamkeit fühlt sich der andere alleine gelassen.

Eine gesunde Beziehung besteht auch darin, den nötigen Freiraum zu gewähren. Möchte mein Partner mal für 2 Stunden für sich sein? Kein Problem. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Durch eine kleine Auszeit gewinnen wir natürlich auch neue Kraft für unsere Beziehung. Wir sollten in dieser Zeit aber in der Lage sein, was für uns zu tun und nicht beleidigt in die Ecke schauen.

Die Kommunikation ist das A und O. Wenn diese auf der Strecke bleibt, kann man viel schwieriger eine gemeinsame Lösung finden. Daher ist das allerwichtigste in einer gesunden Beziehung - REDEN.
Ein Tag hat 24 Stunden und wir kommunizieren viel über social media. Das normale Gespräch wird langsam durchsichtig und keiner sucht danach. Auch wenn wir glauben, dass es nichts mehr zu erzählen gibt, weil wir doch nur auf Arbeit waren oder Ähnliches… Aber mit einer Frage: ‚wie geht es dir heute?‘ oder ‚wie läuft dein Projekt auf Arbeit‘ kann man so viel erreichen. Das Gespräch lockert die ganze stressige Situation im Alltag auf und der Partner fühlt sich bemerkt.
Kleinigkeiten machen die Beziehung vollwertig.
Ich spreche hier nicht über teure Geschenke, viel mehr über einen Kamille Tee, der schon fertig zubereitet wurden ist für uns oder ein Lieblingsgebäck zum Frühstück vom Bäcker. Es sind wirklich Kleinigkeiten, aber diese Kleinigkeiten machen die gemeinsame Zeit umso besonderer und sind wertvoller als irgendwelche Designer Schmuckstücke.
Ich weiß, wie schwer es ist sich manchmal eine gemeinsame Auszeit zu gönnen, vor allem wenn man all die ganzen Verpflichtungen sieht. Aber es lohnt sich von Zeit zu Zeit ein Date im Kalender vorzumerken. Es bringt neuen Schwung in die Beziehung und neue Energie. 

Das Gleichgewicht sollte immer im Blick sein.
Die Wertschätzung von Gesten, Bemühungen und Kleinigkeiten. Manchmal reicht ein Lächeln begleitet von Danke und schon ist die Zufriedenheit wieder da. 
Das Leben ist zu kurz um unsere Energie für Streitigkeiten zu benutzen. 

Also macht euch einen Tee!

Gegenseitiges Acht geben ist sehr wichtig und fördert das Wachstum jeder Beziehung.


Mittwoch, 31. Januar 2018

Goodbye January

So, nun ist der erste Monat in diesem Jahr rum. Verrückt! Was mir auf jeden Fall aufgefallen ist, sind die Menschen. Mit dem 1. Tag des Jahres passieren viele Sachen gleichzeitig: Alle kaufen sich einen Terminkalender, die Fitnessstudios platzen vor Anmeldungen und alles, was um uns herum passiert, ist prall gefüllt mit Versprechen, Zielen und Bestimmungen für das Jahr 2018. Jeder möchte die Chance nutzen und von vorne beginnen.
Sich verbessern, schlauer werden, abnehmen, neue Gewohnheiten gegen schlechte ersetzen und das Jahr mit Erfolg nach und nach stopfen.
Es ist nichts schlimmes, wenn man am 1.01. aufwacht und sich denkt: Neues Jahr - Neues Ich.

Der Beginn im neuen Jahr ist ein bisschen wie eine Anmeldung in einem Spiel. Wir können die Zeit nicht direkt zurückdrehen, in dem, was passiert ist, aberab einem gewissen Punkt können wir von vorne starten. Es noch mal versuchen.
Obwohl der Montag sich nicht von anderen Montagen im Jahr unterscheidet, fühlt es sich dennoch nach Mitternacht und dem ganzen Feuerwerk so besonders magisch an. Es fühlt sich gut an!
Es gibt keine bessere Motivation als ein Anfang des Jahres. Ich weiß es istnur ein Datum, aber mir hilft es auch. Der Januar ist für mich jedes Jahr wieein leeres Blatt Papier. Dieses weiße Blatt erlaubt mir meine ganzen Pläne inklusive dem Chaos ein wenig zu ordnen.

Januar ist auch für mich persönlich einer der produktivsten Monate.
Ich blicke zurück und versuche mir noch mal Gedanken über mein vergangenes Jahr zu machen. Was hat mich glücklich gemacht? Auf was bin ich stolz? Was würde ich gerne wiederholen? Ich finde, es ist wichtig, sich dafür Zeit zunehmen, um zu verwirklichen, was man tatsächlich alles geschafft oder geleistet hat und was uns gelungen ist. Wir sehen vieles als Selbstverständlichkeit an und hetzen von einer Aufgabe zur nächsten.

Dieses Jahr habe ich mir allerdings erlaubt, gelassener zu werden und siehe da - es war auch kein Weltuntergang.
Ich wollte das Jahr nicht mit einem vollen Terminkalender starten und wollte ganz gemütlich in das Jahr rein laufen. Es ist schließlich kein Marathon. Für mich war das die beste Entscheidung. Ich konnte mich voll und ganz auf das konzentrieren, was wichtig ist ohne dieses Gefühl ''ich muss mich beeilen, weil...“.

Ich habe mich ebenfalls gefragt, was ich falsch gemacht habe. Natürlich ist es ein schwieriges Thema, denn niemand von uns gibt gerne zu, dass man das eine oder andere doch anders regeln könnte. Wenn die Fehler noch frisch sind, wollen wir diese verdecken und vergessen aber gerade in diesen Moment mussten wir un strauen und es Revue passieren zulassen. 
In manchen Situationen, bin ich ein nachtragender Mensch, und wenn ich verärgert bin, kann ich das große Ganze nicht sehen. Die Lektion, die ich dabei lernen sollte, kann ich im weiten nicht erkennen, weil ich noch viel zu stur bin. 
Allerdings, wenn eine gewisse Zeit vergangen ist, schaue ich auf die Erkenntnisse, die ich daraus gewonnen habe. Die Einsicht ist ein Schlüssel zur inneren Zufriedenheit. Für mich war es wertvoll mir einfach die Zeit zu nehmen, damit ich es eben nicht vergrabe, sondern möglichst viel aus solchen Momenten lerne. Dadurch gerate ich nicht in monotone Routine und weiß, was ich anders machen kann, da ich die Ergebnisse vom letzten Jahr klar und deutlich sehe. 
Um etwas anderes zu erreichen, muss auch ich mich bemühen, die Sachen anders anzugehen. Die einschränkenden Erfahrungen und diesen Ballast aus der Vergangenheit fallen zu lassen. 
Ich habe gelernt los zulassen, um mir einen besseren Anfang im Jahr 2018 zu erschaffen.

Sonntag, 31. Dezember 2017

356 new days, 365 new chances

Das war also 2017.
Kaum zu glauben, dass wieder ein Jahr vorbei ist...
Letztes Jahr habe ich angefangen mit meinem Erinnerungsglas und es war schön am Ende des Jahres zu sehen was man alles erlebt hat. Die meisten Sachen vergesse ich in der ganzen Hektik und der Dezember war ja für mich mehr als turbulent, daher war ich froh mit diesem Glas angefangen zu haben. Ich kann es wärmstest empfehlen.
Nach dem ich diese kleinen Zettel rausgeholt und in Erinnerungen geschwebt habe, ist mir aufgefallen, wie kontinuierlich aktiv das Jahr 2017 war. Es ist unglaublich, was alles passiert ist und wie viele fantastische Momente es gab.
Einerseits habe ich meine Träume verwirklicht und mein Leben zum Positiven umstrukturiert, andererseits gab es viele Neuigkeiten und zusätzliche Herausforderungen, die ich mit einem euphorischen Blick empfangen habe.

Mein Leben ist genau so, wie ich es will und dieses Gefühl gibt mir Kraft für neues.
Ich bin sehr dankbar für jede Erfahrung und für die Menschen, die mich in diesem Jahr dabei begleitet haben.

Wenn ich an mein früheres ICH denke, schäme ich mich.
Ich war in vielen Situationen sehr unzufrieden, bei Sachen die ich eh nicht ändern könnte und habe mich in vieles reingesteigert - auch ohne irgendwie den Sinn dahinter verstanden zu haben.
Man lernt allerdings nie aus und ich brauchte meine Zeit, das Leben so zu nehmen, wie es eben kommt.
Natürlich kann man manches steuern, aber es macht auch Spaß sich spontan in die Lebenssituationen neu zu gewöhnen.

"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt".

Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt und ich fühle mich mehr als wohl und bin sehr zufrieden.
Es spielten mehrere Faktoren eine Rolle, die zu meinen Glücksbefinden beigetragen haben.
Mein Partner, meine Freunde, meine Träume und Ziele.
Ich habe auch gelernt meine Dankbarkeit zu zeigen. Ich habe gelernt, dass es mir und meinem Körper gut tut.
Die Dankbarkeit hilft mir mit Trauma und Stress fertig zu werden, und steigert mein Selbstwertgefühl.
Ein starker Zusammenhang zwischen Hilfsbereitschaft, Gelassenheit und seelischen und nicht materiellem Wohlstand tragen auch dazu bei.
Ich verfolge mein Lebensziel und habe meine Strategie. Es hilft mir mein Leben anders zu sehen und zu meistern. Die kleinen Dinge werden nicht mehr verschoben, von denen ich wusste, dass sie mir eine Freude bereiten werden


Was sind eure Vorsätze für das Jahr 2018 oder was würdet ihr hinzufügen?


3,2,1...
Ein glückliches und erfülltes Neues Jahr wünsche ich Euch.
Ich wünsche Euch , dass dieses Jahr voller Veränderung sein wird.
Lasst uns schlechte Gewohnheiten ändern und lasst uns unsere Träume anfangen zu erfüllen.
Genießen wir die Kleinigkeiten , riskieren wir etwas, denn das Leben was wir leben ist begrenzt und wir wissen nicht, wann die Ziellinie erreicht ist.
Begrüßen wir das neue Jahr mit einem breitem Lächeln auf dem Gesicht und mit positiver Energie für neue Verwirklichung.
Schauen wir nicht in die Vergangenheit.
Lasst uns versuchen, mehr Lächeln und Enthusiasmus in das Jahr 2018 zu bringen.

Da mein Jahr 2017 schon sehr gut war und ich nichts auszusetzen habe, möchte ich meine Vorsätze fortsetzen und es mir gemütlich machen, in dem Zug nach 2019.

In diesem Sinne, freue ich mich auf das Jahr 2018 und sage: MEHR bitte!

Donnerstag, 30. November 2017

ALTRUISM & EGOISM

Ich nehme mir gerne im Herbst die Zeit, um stehen zu bleiben und einfach meine Gedanken zu ordnen. Herbst ist meine liebste Jahreszeit und es fällt mir so viel leichter mit einer warmen Tasse Tee meinen Akku aufzuladen. Die goldenen Farben und der frische Wind zwingen mich zur entspannen.
Die komplette Herbst Aura verzaubert mich jedes Jahr aufs Neue. Ich beginne viel an mich zu denken und was ich brauche, um glücklich durch den letzten Rest des Jahres weiterhin zu werden. Diesen letzten Abschnitt genieße ich daher besonders.

Es wird Zeit für den gesunden Egoismus. Meistens klappt es bei mir nicht so gut in den anderen Jahreszeiten aber im Herbst / Winter lässt es sich irgendwie besser integrieren.

Viele Menschen verbinden Egoismus mit etwas Negativen. Kein Wunder, googelt man danach, wird sofort eine Definition vorgeschlagen:

Egoismus (von lat. ego „ich“ mit griech.  Suffix -ismus) bedeutet „Eigeninteresse“, „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, die Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen.

Es wird oft unterschiedlich verstanden und ich finde, es wird oft dazu genutzt, um die Menschen zu manipulieren.
Das kennen wir schon von unseren Geschwistern. Beide hatten die gleiche Menge an Süßigkeiten, einer der Geschwister war früher fertig und wollte mehr. Das andere Geschwisterteil hatte noch etwas übrig. Was passiert? Geschwister Nummer 1 fängt an zu weinen, die Eltern stürmen in das Kinderzimmer und versuchen Geschwister Nummer 2 zu erzählen, dass es nicht schön wäre nicht zu teilen. Es wäre egoistisch. 
Diese Geschichte mit dem Egoismus fängt schon früh im Leben an und setzt sich leider in jeder Etappe des Lebens durch.
Familie, Schule, Arbeit, Freizeit, Freunde...
Sagt jemand zu uns wir wären egoistisch, egal in welchen Fall auch immer, nehmen wir es gleich persönlich und sind traurig darüber, denn wer möchte schon als Egoist bezeichnet zu werden. Es ist doch eine schlechte Kritik und man möchte doch alles andere als ein Egoist sein. Was passiert dann mit uns?
Ich spreche aus meiner Erfahrung.
Ich bekam starke Schuldgefühle und versuchte mir zu erklären, was ich nun anders oder sogar besser machen kann, damit die andere Seite, die mir gegenüber ist, zufrieden mit mir ist. Ganz oft passiert dies auf Arbeit. Der Arbeitgeber macht es ganz geschickt und Schritt für Schritt stellen wir unsere eigenen Interessen nach hinten.

Die Menschen nennen die jenigen Egoisten, die sich nicht rücksichtlos von Ihnen ausbeuten lassen“ - Willy Reichert


Bevor ich meine egoistische Seite“ akzeptiert habe, hat es tatsächlich länger gedauert, weil ich Angst davor hatte.
Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich davor gefühlt habe.
Immer unerfüllt und auf der Suche nach etwas. Ich wusste nicht was mir fehlte, bis ich meine eigenen Bedürfnisse entdeckt habe und versucht habe diese im Gleichgewicht zu halten.
Ich habe angefangen regelmäßig an mich zu denken und mir eine ME-TIME verschrieben.
Es ist essenziell. Es ist die Zeit für mich selber, wo ich alleine mit mir bin und etwas für mich selber tue, weil es mir gut tut. Es gibt keine Erwartungen und kein Feedback. Ich bin unbeobachtet und ich liebe es. Ich kann in Ruhe vieles bedenken und planen für die Zukunft. Danach fühle ich mich vollgeladen mit positiver Energie und freue mich so sehr auf die Zeit mit meinen Mitmenschen und hätte ich mir diese egoistische Auszeit nicht gegönnt, dann wäre ich in meinem Inneren unglücklich und ich würde mich nicht wohlfühlen. Somit kann ich mit guten Gewissen sagen, dass ein gesunder Egoismus, der mich durch den Alltag begleitet was Fantastisches ist. Erst wenn es uns gut geht, haben wir die Kraft und Laune, für andere da zu sein.

Es tut der Beziehung zum anderen Menschen gut, aber man sollte es nicht vergessen, dass die Beziehung zum einem selber das Wichtigste ist.
Es ist bedeutsam mit sich im Reinen zu sein, denn am Ende des Tages bleibt die Beziehung zu uns selbst. Wenn wir diese pflegen und eine gesunde Balance in uns haben, dann können wir noch schönere Beziehungen zu anderen Menschen führen.







Dienstag, 31. Oktober 2017

24 1/2



Ich jage meinen Träumen hinterher, schnappe nach Luft und renne weiter!
Trotzdem muss ich mich des Öfteren zurückhalten und Kraft dabei tanken. Es ist wertvoll mich nicht zu verlieren in solchen Situationen, die mit konstantem Stress verbunden sind.
Manchmal ist es ebenfalls sinnvoll für mich, stehen zu bleiben und das Ganze von außen zu betrachten, was überhaupt möglich ist, bevor ich mich verrenne. Ich finde es bemerkenswert, welche Prioritäten ich mit der Zeit entwickelt habe. Momentan genieße ich das älter werden so sehr... Verrückt oder? Für andere Frauen gehört das Altern auf jeden Fall nicht in die Top 10.
Früher hatte ich das Gefühl nicht vor und nicht zurückzukommen, was eine ziemlich bedrückende Lebenssituation ist. Damals fand ich alles nicht zufriedenstellend, selten dachte ich an mich und vor allem passte ich meine Persönlichkeit meiner Umgebung an. Allerdings gehörte es auch zu meiner Entwicklung und was mir auf jeden Fall geholfen hat, ist zu akzeptieren, dass ich diese Gefühle in mir trage. Die Akzeptanz ist ein Schritt zur Selbstfindung. Sachen abzulegen, die mich zynisch gemacht haben oder Sachen zu zulegen, die mir gut tun.
Ich habe mich irgendwann gefragt, wer ich bin. Was macht mich vollkommen glücklich und was brauche ich nicht mehr in meiner Nähe. Es ist ein natürlicher Prozess und es fängt schon bei Kleinigkeiten an wie: kaufe ich diesen gelben Mantel, weil es mich zum strahlen bringt oder lasse ich es lieber sein, denn das würde ganz schön viele Blicke auf mich ziehen und vor allem würde es meinem Umfeld nicht gefallen. Ruckblickend stelle ich fest, dass es sehr frustrierend war, auf das ein oder andere zu verzichten für ''Fremde''.
Ich habe vieles in den vergangenen Jahren reflektiert und habe immer noch mit meiner Schwarz-Weiß Denkweise zu kämpfen.
Als Erstes ist es empfehlenswert sich selber nicht mit anderen zu vergleichen. Ich habe es leider viel zu oft gemacht und es hat mir so viel Kraft und Zeit geraubt. Am Ende ist mir aufgefallen, dass ich nicht der Norm entspreche und war nicht unbedingt fasziniert darüber. Als junges Mädchen wollte ich unbedingt irgendwo dazugehören und es wurde zum meinem Ziel mich zu verändern.Viele von meinem Umfeld haben mich kritisiert und ich hatte immer mehr dieses Bedürfnis mich anpassen zu müssen und eben so sein, wie die anderen aber es hat einfach nicht funktioniert.
Ich bin heute wirklich ganz glücklich darüber. Jeder von uns ist einzigartig auf eine eigene Art und Weise. Ich habe seltsame Ecken und Kanten und ich kann es heute kaum nachvollziehen, warum ich es früher gerne glattgebügelt haben wollte. Ich bin mir bewusst geworden, welche negativen und positiven Eigenschaften ich in mir trage. Es gehört nun mal alles zu mir, aber ich entscheide ganz alleine, welche Eigenschaften mich letztendlich ausmachen. Ich finde es extrem wichtig, dass man an sich stets arbeitet. Es bringt mich näher an mich selbst und ich setze mich gerne, gerade im Herbst damit auseinander. Zu wissen, wo meine Grenzen sind und welche Grenzen kann ich ausdehnen - entwickelt mich auf jeden Fall weiter. Ein weiterer Punkt ist es, ehrlich zu mir zu sein.
Das Einfachste was mir früher gefallen ist, war mich selber zu belügen. Es hat mich keine große Mühe gekostet mir einzureden, dass es mich glücklich macht einen langweiligen, schwarzen Mantel zu kaufen. Es ist normal und das trägt jeder. Dieses Bild, was andere von mir hatten - so wollte ich auch sein!
Ich habe damals ignoriert, was ich wirklich will und heute weiß ich, wie schwer es ist, sich die Wahrheit einzugestehen. Das was alle von mir erwartet haben, hat mich nicht erfüllt und ich wünschte es mir auch nicht zu diesem Zeitpunkt. Ich bin ein eigenständiger Mensch und nur ich weiß, was ich will und welcher Herausforderung ich mich widmen möchte. Ich glaube, dass dies das schwierigste, aber auch das wichtigste im Leben ist - ehrlich zu sich selber sein und stehen bleiben, wenn man danach verlangt.
Ich verliere nicht mehr den Überblick.



Sonntag, 3. September 2017

SOONER OR LATER

Jeder von uns wünscht sich wenigstens ein Mal im Leben besser sein als die anderen. Das Problem ist aber, dass wenn wir ganz oben stehen und unseren Triumph tanzend feiern, wir schlagartig auf den Boden fallen.
Für die meisten Menschen wäre es zu viel.
Ich kann es verstehen, denn auch ich habe öfters gezweifelt, bevor ich was angefangen habe.
Lohnt es sich überhaupt für diesen kleinen Höheflug zu kämpfen, wenn es keine Ewigkeit dauert?
Es fühlt sich kurz an aber dafür umso intensiver!
Ich werde es euch erklären, warum ich gerade dafür dankbar bin.
Mit meinen Höheflügen und Abstürzen lerne ich, wie ich besser werden kann und wie ich es genießen kann, ohne ein Gesicht zu verziehen, wenn es plötzlich vorbei ist.
Es stimmt. Jeder möchte, dass diese Zeit in der wir alles geben belohnt wird. Besonders, wenn es sich um ein Ziel handelt, an dem unser Herz klebt.
Ich finde es faszinierend, mit welcher Ruhe und ohne jeglichen Plan manche Menschen in den Tag starten. Ich dagegen wäre ohne mein Bullet Journal verloren. Ich brauche einen gewissen Punkt zu den ich immer wieder zurück kehren kann außerdem finde ich die Idee wie Monatsrückblick spektakulär. Es ist erstaunlich, was alles in Vergessenheit gerät.
Manche halten mich für verrückt, wenn sie sehen, dass es mich wahnsinnig macht, wenn mein Termin Kalender sich leert. Ich kriege Panik und suche mir sofort eine neue Herausforderung. Es ist nichts Schlimmes daran. Ich bin ehrgeizig und versuche meine Zeit so zu gestalten, dass ich abends glücklich und zufrieden einschlafen kann.
Es passiert dennoch oft genug, dass ich etwas anfange, mit meiner letzten Kraft den letzten Schlief verpasse und mir das Ergebnis ansehe. Mit meinen müden Augen werte ich mein erreichtes Resultat aus. Ich bin enttäuscht und um es nett auszudrucken, ist das Ergebnis nichts Besonderes... Anders als erwartet, haut mich es nicht um.
Ich möchte es zusammenkehren und unter dem Teppich verstecken bis zum nächsten Frühlingsputz!
Kennt ihr es?
Mittlerweile blicke ich gerne zurück und reise in der Vergangenheit rum: meine erste Party, erster Schultag in Deutschland, erster Arbeitstag, erster Blogeintrag, erste Backkünste und erste Beziehung ...
Damals hätte ich niemals gedacht, dass ich aus dem Haus gehen werde nach diesen Blamagen.
Jetzt blicke ich lächelnd zurück und erinnere mich gerne an diese FURCHTBAREN ersten Male.
Ihr Lieben genau so sollte es ablaufen! Niemand von uns hat beim ersten Mal jemals was perfekt gemacht, glaubt mir.
Das Leben ist eine große Veränderung über einen längeren Zeitraum verteilt. Ich würde sogar meinen, dass wir einen Fehler machen müssen, um besser zu werden. Die Zeit abzuwarten um den idealen Zeitpunkt zu finden hört sich zwar gut an, für mich aber persönlich ist es in der Praxis nicht umsetzbar.
Es hat nichts damit zu tun, dass ich ungeduldig bin.
Also gut erwischt. Ich bin ein ungeduldiger Mensch. Manchmal kommt es sogar vor, dass ich es fühlen kann, dass es nicht gut ist, etwas Neues anzufangen. Ich sollte mein Enthusiasmus ignorieren, ohne ein Plan B zu haben aber dieser Gedanke Fehler machen zu dürfen und zu improvisieren übernimmt einfach das Steuer in meinem Körper.
Ich finde auch, dass wenn ich auf meinen Moment warte, die Wahrscheinlichkeit sehr hoch ist, dass ich mein Zug verpasse - und dann? Wäre ich sehr frustriert!
Natürlich um etwas richtig zu machen, müssen wir erst mal überhaupt anfangen.
Viele von uns haben ein Stock im Gehirn, was die Entfaltung der Gedanken hindert. Ich wünschte, wir könnten aus den Stöcken ein Lagerfeuer machen!
Ich muss gestehen, es ist kein schönes Gefühl, wenn meine Herausforderung scheitert. Ich lerne ja noch und darf mehr als einmal üben! Mein Rezept ist einfach. Trau dich, fange an, mache es, beobachte und lerne aus dem, was dir gelungen oder misslungen ist.
Ich bin 24 Jahre alt und habe viele Menschen kennenlernen dürfen die entweder mit mir zurechtgekommen sind oder nicht. Ich kann mit beiden leben. Ich bin dankbar für jede Erfahrung.
Es kommt schon vor, dass ich mich unwohl fühle während, ich meine Zeit mit falschen Freunden verbringe. Als wäre ich in einem Spinnennetz verfangen.
Mein Puls wurde immer schneller, meine positive Energie wurde angezapft als wäre ich eine Tankstelle. Ich schreite im Kopf: wo zur Hölle ist der Notausgang!
Ich habe einige Zeit gebraucht um eine Strategie zu entwickeln und es hat mir geholfen mich nicht zu verlieren. Ich bin ebenfalls sehr dankbar für diese wunderbaren Menschen, die mich regelmäßig motiviert und aufgebaut haben.
Jedoch, wenn euch mehrmals was nicht gelingt, sollte dann auch die Erkenntnis kommen.
Ja, ich weiß - Hartnäckigkeit ist auch wichtig, aber Blindheit nicht.
Was ich meine?
Wenn uns etwas nicht gelingt, sollten wir uns die Zeit nehmen und es auswerten.
Warum ist das jetzt so? Können wir etwas verändern oder verbessern, damit es funktioniert?
Glaubt mir, es findet sich immer etwas!
Lasst euch nicht entmutigen.
Einige von uns (inklusive mir), müssen erst mal lernen wie man Wasser schluckt, während man ertrinkt bevor man richtig anfängt zu schwimmen.
Und wenn wir ständig über diesen einen Stein stolpern, dann ist die Zeit gekommen einen anderen Weg für unser Ziel zu wählen.
Vor Kürzen dürfte ich selber diese Erfahrung machen. Natürlich ist es nicht einfach, aber es zeigt auch eine gewisse Stärke und bevor wir versuchen etwas besser machen zu wollen, müssen wir als erstes - ANFANGEN!
Unser Standpunkt wird sich nie ändern, wenn wir von vorne an sagen, dass es sich nicht lohnt, anzufangen und einfach dabei belassen!


Mittwoch, 12. Juli 2017

Fifty shades of I don't give a shit!


Wir, Frauen lieben es, unglücklich zu sein.
Ja, so sieht es aus! Wir lieben es missverstanden zu werden, uns zu beschweren über unsere Männer und natürlich, wie schwer es momentan auf Arbeit läuft. Hand aufs Herz, ist es so?
Wenn wir tatsächlich gerne glücklich sein wollen, warum tun wir alles, um unzufrieden zu sein?

Wir lieben es uns schwer zu machen im Leben und das ist Fakt.
Jeden Tag nehmen wir so viele Aufgaben auf uns und versuchen eine Superheldin zu werden.
Arbeit, Kind, Sport, sauber machen, einkaufen, kochen, Wege erledigen in der Stadt, Sachen abholen, Ehemänner glücklich machen und vieles, vieles mehr. Wir versuchen es eine perfekte Frau zu sein und träumen von einem Leben wie bei Sex in the City.

Dieses Leben beinhaltet jeden Tag Kaffee trinken mit Freundinnen, abends fette Partys und am frühen Morgen, wenn die Vögel anfangen zu singen, mit High Heels in der Hand heimzugehen sowie natürlich eine wunderbare Kooperation auf Arbeit oder noch besser eine selbstständige, sehr gut gekleidete Business Frau zu sein. Der Haushalt wird von alleine erledigt und die Männer sind unkompliziert und warten brav wie eine Dekoration auf uns zu Hause mit dem Abendessen und einer Flasche gut gekühlten Weißwein.
Wir wollen eben eine perfekte Frau zu sein, wie uns das, in den Zeitschriften, Büchern, Filmen oder Serien vermittelt wird.

Es tut jetzt weh das zu hören aber so was existiert nicht und es ist auch gut so!

Wir übernehmen uns mit diesen Erledigungen und dann fangen wir meistens an innerlich zu kochen. Im Kopf denken wir uns schon: hätte ich jetzt pünktlich Feierabend gehabt, dann wäre es ja alles anders gewesen! Wir fangen jetzt an auch unsere Arbeitskollegen zu hassen und die Arbeit an sich auch, nur weil wir wieder Lust hatten, eine Superwomen zu spielen.
Es existiert ein sehr dünner Faden zwischen den Wunsch eine perfekt organisierte Frau zu sein und der Müdigkeit.
Wir sind uns selber ein Rätsel.

Ich beschreibe hier eine Situation.

Jemand fragt: was gibt es heute zu Mittag und wir brechen alles ab und rennen in die Küche um die Kartoffeln zu schälen. Aber es hat doch keiner erwähnt: mach mir ein Mittagessen!

Ein anderes Beispiel.

Er sagt: ich habe Durst und was macht die Superwomen? Rennt in die Küche und fängt an einen Tee zu machen, dabei hat er nur erwähnt, dass er Durst hat. Sie hat nicht mal gefragt, ob er einen Tee haben möchte, kommt mit einer heißen Tasse Tee und mit einen sehr genervten Gesichtsausdruck.
Er wollte keinen Tee, sondern ein kühles Bier! Und schon geht’s los. Die gute Frau kocht innerlich und ihr Gesicht färbt sich rot wie eine Tomate vor Wut.

Nach einer Überlegung hätte man sich diese Fragen stellen sollen:

Hört die Welt sich zu drehen, wenn man nicht aufgestanden wäre, um Mittag zu machen?
Würde was zusammenbrechen, wenn man den Tee nicht gemacht hätte?

Nein.
Wir machen es, weil wir den Verdacht haben, dass die Welt zusammenbricht und die Apokalypse in unserer Wohnung anfängt.
Jetzt kommt die Überraschung: es verändert sich nichts.
Wir können uns in dieser Zeit eine Ruhepause gönnen und anfangen unseren Glücksakku aufzuladen.

Jemand kann auch dir zur Abwechslung einen Tee machen.

Und noch eins: wenn dir all diese Aufgaben Spaß machen dann mach sie weiter. Tu das, was dein Herz sagt und was dir Freude bereitet.
Ich mag den Tee überbrühen und ich mag Mittagessen kochen aber manchmal gibt es Tage und wenn ich höre: was essen wir heute? dann antworte ich: wie wäre es mit Pizza?

Auch du darfst dir eine Pizza bestellen und machst dich nicht unnötig unglücklich!