Montag, 14. Mai 2018

25 lessons

Ich bin inzwischen 25 Jahre alt geworden und ich mache öfters  ein Resümee, was ich über die Jahre gelernt habe. Manchmal übersieht man doch einiges, als wenn man es schwarz auf weiß vor sich liegen hat.

Hier sind die 25 Dinge, die mich in meiner Entwicklung begleitet haben:


1. Die Zeit heilt Wunden.

Ich war früher eine richtige Drama Queen. Ich habe immer die Problematik sehr dramatisch betrachtet und mich gefürchtet vor der zwischen Zeit. Eine Lebensänderung, die plötzlich in meinem Alltag aufgetaucht ist war schon eine Katastrophe. Sei es ein Liebeschaos, Haustier abgegeben, Streit mit den Eltern oder in ein fremdes Land zu ziehen ohne es zu wollen. Ich dachte damals, dies wird mich mein ganzes Leben lang begleiten und dieser unglückliche, dunkle Part nie von meiner Nähe verschwinden. Nichts davon hat mich abgehalten, mein Leben erfüllt weiter zu leben.

2. Ich verschiebe mein Glück nicht in die Zukunft.

Ich kann erst glücklich sein, wenn... Das war der größte Fehler in meiner Vergangenheit. Ich habe immer versucht den perfekten Zeitpunkt abzuwarten, wann ich letztendlich mein Glücksweg eingeschlagen bin und manchmal war es schon tatsächlich zu spät dafür. Ich habe es abgelegt und brauche kein Anfang des Jahres, Monats oder Woche um mit etwas zu beginnen, was mich glücklich macht. 

3. Es gibt Wichtigeres als das eigene Aussehen.

Als ich ein Teenager war, habe ich mich bemüht möglichst gut auszusehen. Nicht nur was die Klamotten angeht, sondern auch verschiedene Cremes gekauft, die meine Haut nie zum Strahlen gebracht haben, wie ich es mir erhofft habe. Je älter ich geworden bin, desto mehr wurde mir bewusst, dass ich mich über ganz andere Sachen definiere. Ich habe viel mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein bekommen nicht durch mein Äußeres, sondern durch Sachen, die ich erreicht, geschafft und geleistet habe. Wenn ich was Neues gewagt habe oder mutig war, das sind auf jeden Fall die Dinge, die mich ausmachen sollten.

4. Ich bin gut genug so wie ich bin.

Früher habe ich stets das Gefühl gehabt, dass alle um mich herum mir Stolperfallen aufgestellt haben um mich zu prüfen. Ich war Dauermüde, weil ich mich auch dauerhaft beweisen musste. Dieser Gedanke, dass ich alles können muss, hat mich in den Wahnsinn getrieben. Heute habe ich keinen Problem mehr zuzugeben, dass ich von einem Thema eben keine Ahnung habe. Ich fühle mich nicht dazu verpflichtet alles zu Wissen und zu Können. Es macht mich nicht weniger wertvoll.

5. Andere sind auch nicht besser.

Diese Erkenntnis hat mir geholfen meine Ängste zu lindern. Jeder von uns ist menschlich und jeder von uns hat Probleme. Manche tragen es nach draußen und manche verstecken es ganz tief in sich aber wir alle haben diese. 

6. Ich kann es nicht allen Recht machen.

Ich muss in erster Linie mir selber Recht machen und das  habe es akzeptiert.

7. Es gibt nicht nur die eine Wahrheit.

Jeder Mensch ist individuell und hat eigene Vorstellung von Sachen, die ich vielleicht anders sehe. Meine Realität muss nicht der Realität der anderen entsprechen. 

8. Selbstbewusst 

Als ich noch jünger war, habe ich das Selbstbewusstsein mit Aussehen, Figur, Make-up, Kleidung, Haaren etc definiert. Nichts davon macht dich Selbstbewusst. Die Ausstrahlung! Wenn man sich wohlfühlt in seinem Körper und mit sich in reinen ist, strahlt man das gewisse Etwas aus und das ist auch das, was auf unsere Umgebung anziehend wirkt. 

9. Vertrauen ist alles.

Wenn ich mir vertraue, vertrauen mir auch andere Menschen. Das wichtigste ist es das Vertrauen in mir zu haben und in meine Fähigkeiten, um eine Stufe weiter nach oben zu kommen. 

10. Vorwürfe bringen mich nicht weiter.

Schuldzuweisung und Vorwürfe bringen mir nichts. Sie helfen nicht den Streit zu lösen. Es hilft eher meine Bedürfnisse und Wünsche zu äußern, dann kann mein Gegenüber mein Standpunkt sehen und versuchen zu verstehen.

11. Ausreden bringen mich nicht weiter.

Ich möchte eine Veränderung, dann muss ich für mich selber Verantwortung übernehmen. Ich habe allem um mich herum die Schuld gegeben, warum ich gerade stecken geblieben bin und nicht weiter kommen könnte. Alle sind böse zu mir, die Welt ist unfair, andere haben es leichter. Diese Ausreden haben mich nicht weiter gebracht.

12. Ich nehme mir die Zeit für Kleinigkeiten.

Ich liebe es, die Sonne an meiner Haut zu spüren, den Duft von einer Blume wahrzunehmen, die Geräusche von der Umgebung zu hören, das Essen schmecken und genießen. Wir nehmen uns selten Zeit und rennen durch die Welt. Wir übersehen zu viel durch den Alltagsstress und durch die ganzen Medien um uns herum. Einfach mal die Zeit nehmen und lernen zu beobachten.  

13. Meine Gedanken steuern meine Welt.

Meine dunklen Gedanken sind daran schuld, dass ich pessimistisch bin. Seitdem ich angefangen habe optimistischer zu sein, merke ich wie meine Optionen steigern. Ich habe dadurch viele neue Wege entdeckt. Nur was in meinem Kopf ist, ist es noch lange nicht wahr. 

14. Ich habe die Freiheit zu wählen, wie ich leben möchte.

Ich kann mein Leben so gestalten, wie ich es für richtig halte. Ich brauche keinen Zuspruch von dritten Personen. Wenn ich irgendwas nicht mehr machen möchte, muss ich es auch nicht! Keiner zwingt mich und ich kann jeder Zeit einen neuen Weg einschlagen auch, wenn andere dagegen sind. 

15. Glück ist nichts, was von außen kommt.

Es kommt von Innen. Es kommt durch Charakterentwicklung. Wenn ich glücklicher werden möchte, dann muss ich nicht zwingend erst irgendwas erreichen oder mir was teures kaufen.

16. Ich bin gut zu mir.

Früher habe ich so viel erwartet von anderen. Diese Menschen sollten zu meinem Wohlbefinden helfen. Sich um mich kümmern und sorgen. Wenn ich etwas möchte, dann sind nicht die anderen dafür verantwortlich, sondern ich selber bin dafür zuständig und muss darauf arbeiten es eben zu bekommen.

17. Das Gleichgewicht im Leben zu finden.

Meine Balance zu finden war früher unmöglich für mich. Ich habe mich zu sehr mit anderen Sachen abgelenkt und hatte das Gefühl überall sein zu müssen. Auf jeder Feier dürfte ich nicht fehlen. Bis ich begriffen habe, dass wenn ich keine Lust darauf habe, keine Welt untergehen wird. Es wird mir keiner böse, wenn ich lieber ein Buch lesen möchte oder einfach nur für mich sein will. Und wenn ja, gut dann ist es so. Ich brauche es und ich nehme mir diese Auszeit. 

18. Meine Intuition ist mein Kompass.

Entscheidung zu treffen sind nicht immer angenehm für mich. Ich quäle mich oft, weil ich eben nicht weiß was es wäre, wenn ich doch die andere Tür geöffnet hätte. Ich habe aber mit der Zeit gelernt, dass meine erste Intuition doch öfters die Richtige ist. Ich gehe jetzt immer meinem Gefühl nach. Meine Spontanität ist auf jeden Fall angenehmer und stressfreier als mich mit einer Pro-Contra-Liste auseinander zu setzen.

19. Nachts denke ich nicht über Sorgen nach.

In der Dunkelheit erscheint alles so Groß und kaum zu bändigen. Wir haben tagsüber keine Zeit um uns mit gewissen Punkten auseinander zu setzen und erledigen es gerne vor dem schlafen. Nachts denke ich nicht mehr über Sorgen nach. Ich lenke mich ab und kehre zu der Problematik eben am nächsten Tag. Manchmal habe ich vergessen worum es ging. Also kann es auch nicht so wichtig gewesen zu sein.

20. Jeder ist anders.

Ich gebe gerne Ratschläge, aber nur was für mich gut funktioniert hat, muss es nicht für jemanden anderen auch funktionieren. Genauso ist es auch anders rum. Es gibt keine Garantie, dass es mit einem Erfolg endet.

21. Alles hat seinen Preis.

Ich war oft neidisch auf andere Menschen. Es gibt immer jemanden, der erfolgreicher ist als ich, hübscher, sportlicher, gesünder, schlauer... Aber es hat auch alles seinen Preis. Diese Menschen haben eine gewisse Ausdauer sich über die Zeit antrainiert. Ich werde kein Fitnessjunkie sein oder den ganzen Tag Bücher lesen und lernen. Ich bin nicht bereit jeden Preis zu zahlen und es ist auch gut so. Ich habe andere Prioritäten im Leben. 

22. Niemand ist perfekt.

Kein Leben ist makellos. Auch wenn wir eingekuschelt sind mit allen Medien um uns herum, ist wirklich kein Mensch perfekt. Die Bilder sind gut bearbeitet, aber der Mensch an sich ist trotzdem im wirklichen Leben nicht bearbeitet. Diesen Filter besitzen wir nicht! Viele prominente Gesichter sind Erfolgreich und haben viel Geld aber sind eventuell unzufrieden damit, dass die kaum Freizeit, echte Freunde, Gesundheit oder privates Leben haben. Drogen, Alkohol und Depressionen sind vielleicht die täglichen Begleiter solcher Menschen auf die wir neidisch sind. 

23. Ich kann einen Unterschied machen.

Ich habe Nachrichten geschaut und das hat mich immer traurig gemacht. Zu einem, weil ich selber als kleiner Mensch nichts ändern kann an der Situation und wenn ja, dann wusste ich nicht mal, wo ich bei dem ganzen Chaos anfangen soll. Ich hatte immer das betrübende Gefühl. Aber das Leben hat mich gelehrt, dass selbst Kleinigkeiten viel ausmachen. Wenn ich freundlich einem Menschen begegne, dann könnte es sein, dass ich sein Tag etwas fröhlicher gemacht habe und wiederum er, es dann gleich weiter geben kann. Wenn ich nachhaltiger und minimalistischer lebe, trage ich auch was zu meiner Umwelt bei. Natürlich kann ich nicht die ganze Welt retten. Ich habe mein Fernseher ausgeschaltet und mache etwas. Wenn jeder etwas tut, dann tut sich auch etwas besser leben und die Welt verändert sich auch etwas.

24. Selbstakzeptanz 

Ich dachte früher, dass ich einen unentdeckten Talent habe, was die Musikinstrumente angeht. Falsch gedacht. Ich war furchtbar. Aber weil ich beim ersten Versuch es nicht sein lassen wollte, habe ich mir nach meinem Piano, eine Gitarre gegönnt. Es war ebenfalls grausam. Ich war sehr enttäuscht von mir, aber manchmal muss man eben lernen auch solche Missgeschicke zu akzeptieren. Ich kann vielleicht nicht gut mit Instrumenten mich beschäftigen, aber dafür bin ich kreativ in anderen Sachen. Ich fokussiere mich mehr auf meine Stärken als auf meine Schwächen.

25. Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben. 

Es hat lange gedauert, bis ich das mit Überzeugung gesagt habe ohne, dass ich mich dafür schlecht gefühlt habe. Egoismus und Altruismus liegen nah beieinander. Die Menschen in meiner Umgebung hatten immer das Bedürfnis irgendwas zu meinem Leben beitragen zu wollen. Aber wenn jemand was anderes machen würde in meinem Leben, dann soll er es bitte in seinem Leben machen. Wir haben alle ein eigenes Leben. Ich bin die jenige, die mir Vorschriften machen darf, denn ich bin auch die Priorität in meinem Leben. 










Donnerstag, 29. März 2018

Minimalist

Seit längerer Zeit beobachte ich die neue Mode – Minimalismus. Es ist überall zu finden: Klamotten, Kosmetik, Einrichtung und sogar im Essen. Wenn wir weniger besitzen, sollen wir glücklicher werden. Ist es wirklich so?
Einfach das Chaos um uns herum beseitigen. Vielen, auch mir fällt es allerdings schwer, sich von materiellen Sachen zu trennen. Wir bauen indirekte Beziehung zu den Sachen auf und möchten uns aus Gewohnheit nicht neu ordnen. Wir hängen an den Sachen, nicht weil wir es brauchen oder diese nützlich sind, sondern weil wir es mit Erinnerungen beklebt haben.
Ähnliches FotoOffenbar je weniger man besitzt, desto besser und glücklicher ist man. Das Übermaß an Dingen loszuwerden und sich nur mit den Notwendigen zu umgeben, lässt uns das Gefühl der Freiheit fühlen. Minimalismus führt dazu, dass wir uns nicht mehr eingeschränkt und überrumpelt durch den Alltag bewegen. In schwierigen Situationen können wir es besser koordinieren und somit auch jeden Tag anders genießen. Es wird ein neues Leben erschaffen. Ein Leben, wo die materiellen Dinge nicht die Überhand gewinnen. Und das ist genau das wonach ich gesucht und auch gefunden habe. Ich habe nach und nach angefangen Sachen auszusortieren und gravierend zu reduzieren. Ich habe dieses Gefühl mich mit einfachen Sachen glücklicher zu fühlen. Ich kann mich endlich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist! Ich bin kein Minimalist. Aber es ist ein Anfang gemacht und das war wahrscheinlich am kompliziertesten. Es hat angefangen mit meinem Kleiderschrank bis hin zu meinem geliebten Gewürzschrank in der Küche. Ich besitze weiterhin noch ganz viel, zu viel. Allerdings kann ich nicht einschätzen, ob es mich weniger oder mehr glücklich macht, diese Sachen noch zu besitzen. Mir war es besonders wichtig, ein Gleichgewicht zu finden. Mich mit Dingen zu umgeben, die mir wichtig sind, die ich regelmäßig benutze und somit auch Freude verspüre.

Ausmisten ist eine wunderbare Therapie. Du bekommst wieder mehr Überblick und hältst die Dinge mal wieder in den Händen, welche du damals für mindestens ein paar Stunden so geschätzt hattest. Du fühlst sie, du erinnerst dich an sie und kannst entscheiden, wie es mit ihnen weitergeht. Viele Dinge nehmen nur Platz weg und dienen uns nur einmal im Leben. Ausmisten ist Befreiung und Wertschätzung gleichermaßen. Vergleiche abstellen. Die Werbung redet uns ein, dass viel Besitz und viele Dinge glücklicher machen. Das muss sie auch, sie will ja schließlich so viel Geld von uns wie möglich, aber das Gegenteil ist der Fall. Umso mehr Zeug, umso mehr Sorgen darum. Und umso weniger findet alles seine Beachtung und Wertschätzung.
Verzicht. Ist das nicht erstaunlich. Wir können nur sehr schwer verzichten, aber nach oben hin zu mehr und mehr gibt es keine Grenzen. Und wir schätzen das, was wir haben nicht lange, es wird monotone Gewohnheit, wir machen es oft nur irgendwie hektisch nebenher, nicht bewusst, nicht ganz, nicht im hier und jetzt. Aber, wenn wir auf dies verzichten müssten, dann drehen wir durch. Die Rituale am morgens, mittags und abends. Die Schokolade, die Zigarette, der Kaffee, das Essen im Restaurant, das Handy, der Computer, das Internet, das Bier oder der Wein am Abend. Egal was, verzichte darauf. Mindestens 2 Tage lang. Esse, trinke, mache nur das nötigste. Sich seiner Gegebenheiten Dinge und Sachen, die im Leben hat, immer wieder mal bewusst zu werden, auf egal welche Weise, ist etwas sehr Wichtiges und Bedeutendes. Du schätzt das, was du hast und dein Leben wieder mehr, bekommst neue Freude darüber, die Monotonie des Alltags wird erträglicher und du weißt, dass du dieses Gefühl immer wieder, wenn dich der Monotonie-Alltags-Nebel wieder eingeholt hat, zurückholen und erreichen kannst. Egal wie viel du gerade hast, machst, kannst oder besitzt. Oder es geschieht etwas anderes wunderbares und du findest heraus, dass deine Seele tatsächlich Veränderung braucht. Es ist wichtig ehrlich zu sich zu sein und sich immer zu fragen: „Was tut mir noch gut, was rede ich mir vielleicht nur schön und was schätze und beachte ich zu wenig?“

Ähnliches FotoDie persönliche goldene Mitte zu finden ist die Lösung. Wenn man sich eingeengt fühlt, durch das ganze Übermaß, verliert man schnell den Überblick und es verlangt immer nach mehr und mehr Energie. Auf diese Weise vergessen wir ganz oft, was uns tatsächlich wichtig ist.
Ruhe bewahren und uns für diese Entwicklung die Zeit nehmen ist ebenfalls wertvoll. Am Anfang habe ich viel weggeschmissen und war stolz auf mich. Ich bin aber in einen Teufelskreis geraten und kam da schwer raus. Ich habe angefangen neue Dinge zu kaufen, die mir gefehlt haben. Aber ich hatte diese, bevor ich die weggeworfen habe. Das hat keinen Sinn gemacht. Ich war frustriert.
Jeder von uns ist anders und jeder von uns muss sein Platz in der minimalistischen Art erst finden. Fang nicht blind an, alles loszuwerden, denn dies kann schnell nach hinten losgehen aber lasst euch auch nicht unter einem Haufen an unnützen Dingen begraben. Das allerwichtigste ist, dass wir uns wohlfühlen zu Hause sowie unterwegs. Ich besitze noch genug und ich fühle mich glücklich aber ich verschleiere mich nicht mit Sachen, die ich längst nicht mehr brauche und nur aus Gewohnheit belasse.
Mein Fazit ist, Minimalismus kann uns glücklich machen, wenn wir uns ihm richtig nähern. Unsere Balance ist das beste Maß für alles.



Mittwoch, 28. Februar 2018

JUST MAKE A TEA


Es gibt kein Rezept für eine perfekte Beziehung. Jeder von uns ist anders und hat andere Erwartungen. Wir können allerdings uns bemühen unsere Liebe aufrecht zu erhalten.

In der heutigen Zeit vergessen wir oft, wie wir unsere Beziehung pflegen können auch ohne der symbolischen Blume am Valentinstag. Wir beschäftigen uns viel mit allem, was um uns herum passiert – Arbeit, Haushalt, Kinder, Zeit für uns aber selten können wir in unseren Alltag, die Zeit für unseren Partner mit einbringen.
Eine Beziehung sollte gepflegt werden. Es ist wie eine Blume, sie muss gegossen werden und nicht nur am Valentinstag, sondern täglich.

Oft machen wir einen großen Fehler, in dem wir denken, dass wenn die Liebe irgendwo ist, diese Liebe ewig halten wird, auch wenn wir nichts weiter machen werden.
Diese Liebe verzeiht vieles und drückt ab und zu das Auge zu aber nichts desto trotz sollte sie nicht vernachlässigt werden. Unsere Beziehung wird nicht dauerhaft perfekt sein. Jeder von uns hat einen schlechten Tag und bei einer Diskussion macht sich die Meinungsverschiedenheit bemerkbar. Es ist normal und kein Grund gleich aufzugeben. Nach solchen Tagen, kommen wieder die guten. 
Der richtige Weg ist es, zu wissen, wann man nachgibt, wann sollte die Stille unterbrochen werden und wann sollte man verzeihen.
Diese gegenseitige Stütze ist unglaublich wichtig. Durch ein gemeinsames und gleiches Tempo Schritt fühlen wir uns verstanden. Es nutzt nichts, wenn ich zu schnell bin und mein Partner mir hinterher ‚rennt‘ oder anders rum. Durch Unachtsamkeit fühlt sich der andere alleine gelassen.

Eine gesunde Beziehung besteht auch darin, den nötigen Freiraum zu gewähren. Möchte mein Partner mal für 2 Stunden für sich sein? Kein Problem. Es ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Durch eine kleine Auszeit gewinnen wir natürlich auch neue Kraft für unsere Beziehung. Wir sollten in dieser Zeit aber in der Lage sein, was für uns zu tun und nicht beleidigt in die Ecke schauen.

Die Kommunikation ist das A und O. Wenn diese auf der Strecke bleibt, kann man viel schwieriger eine gemeinsame Lösung finden. Daher ist das allerwichtigste in einer gesunden Beziehung - REDEN.
Ein Tag hat 24 Stunden und wir kommunizieren viel über social media. Das normale Gespräch wird langsam durchsichtig und keiner sucht danach. Auch wenn wir glauben, dass es nichts mehr zu erzählen gibt, weil wir doch nur auf Arbeit waren oder Ähnliches… Aber mit einer Frage: ‚wie geht es dir heute?‘ oder ‚wie läuft dein Projekt auf Arbeit‘ kann man so viel erreichen. Das Gespräch lockert die ganze stressige Situation im Alltag auf und der Partner fühlt sich bemerkt.
Kleinigkeiten machen die Beziehung vollwertig.
Ich spreche hier nicht über teure Geschenke, viel mehr über einen Kamille Tee, der schon fertig zubereitet wurden ist für uns oder ein Lieblingsgebäck zum Frühstück vom Bäcker. Es sind wirklich Kleinigkeiten, aber diese Kleinigkeiten machen die gemeinsame Zeit umso besonderer und sind wertvoller als irgendwelche Designer Schmuckstücke.
Ich weiß, wie schwer es ist sich manchmal eine gemeinsame Auszeit zu gönnen, vor allem wenn man all die ganzen Verpflichtungen sieht. Aber es lohnt sich von Zeit zu Zeit ein Date im Kalender vorzumerken. Es bringt neuen Schwung in die Beziehung und neue Energie. 

Das Gleichgewicht sollte immer im Blick sein.
Die Wertschätzung von Gesten, Bemühungen und Kleinigkeiten. Manchmal reicht ein Lächeln begleitet von Danke und schon ist die Zufriedenheit wieder da. 
Das Leben ist zu kurz um unsere Energie für Streitigkeiten zu benutzen. 

Also macht euch einen Tee!

Gegenseitiges Acht geben ist sehr wichtig und fördert das Wachstum jeder Beziehung.


Mittwoch, 31. Januar 2018

Goodbye January

So, nun ist der erste Monat in diesem Jahr rum. Verrückt! Was mir auf jeden Fall aufgefallen ist, sind die Menschen. Mit dem 1. Tag des Jahres passieren viele Sachen gleichzeitig: Alle kaufen sich einen Terminkalender, die Fitnessstudios platzen vor Anmeldungen und alles, was um uns herum passiert, ist prall gefüllt mit Versprechen, Zielen und Bestimmungen für das Jahr 2018. Jeder möchte die Chance nutzen und von vorne beginnen.
Sich verbessern, schlauer werden, abnehmen, neue Gewohnheiten gegen schlechte ersetzen und das Jahr mit Erfolg nach und nach stopfen.
Es ist nichts schlimmes, wenn man am 1.01. aufwacht und sich denkt: Neues Jahr - Neues Ich.

Der Beginn im neuen Jahr ist ein bisschen wie eine Anmeldung in einem Spiel. Wir können die Zeit nicht direkt zurückdrehen, in dem, was passiert ist, aberab einem gewissen Punkt können wir von vorne starten. Es noch mal versuchen.
Obwohl der Montag sich nicht von anderen Montagen im Jahr unterscheidet, fühlt es sich dennoch nach Mitternacht und dem ganzen Feuerwerk so besonders magisch an. Es fühlt sich gut an!
Es gibt keine bessere Motivation als ein Anfang des Jahres. Ich weiß es istnur ein Datum, aber mir hilft es auch. Der Januar ist für mich jedes Jahr wieein leeres Blatt Papier. Dieses weiße Blatt erlaubt mir meine ganzen Pläne inklusive dem Chaos ein wenig zu ordnen.

Januar ist auch für mich persönlich einer der produktivsten Monate.
Ich blicke zurück und versuche mir noch mal Gedanken über mein vergangenes Jahr zu machen. Was hat mich glücklich gemacht? Auf was bin ich stolz? Was würde ich gerne wiederholen? Ich finde, es ist wichtig, sich dafür Zeit zunehmen, um zu verwirklichen, was man tatsächlich alles geschafft oder geleistet hat und was uns gelungen ist. Wir sehen vieles als Selbstverständlichkeit an und hetzen von einer Aufgabe zur nächsten.

Dieses Jahr habe ich mir allerdings erlaubt, gelassener zu werden und siehe da - es war auch kein Weltuntergang.
Ich wollte das Jahr nicht mit einem vollen Terminkalender starten und wollte ganz gemütlich in das Jahr rein laufen. Es ist schließlich kein Marathon. Für mich war das die beste Entscheidung. Ich konnte mich voll und ganz auf das konzentrieren, was wichtig ist ohne dieses Gefühl ''ich muss mich beeilen, weil...“.

Ich habe mich ebenfalls gefragt, was ich falsch gemacht habe. Natürlich ist es ein schwieriges Thema, denn niemand von uns gibt gerne zu, dass man das eine oder andere doch anders regeln könnte. Wenn die Fehler noch frisch sind, wollen wir diese verdecken und vergessen aber gerade in diesen Moment mussten wir un strauen und es Revue passieren zulassen. 
In manchen Situationen, bin ich ein nachtragender Mensch, und wenn ich verärgert bin, kann ich das große Ganze nicht sehen. Die Lektion, die ich dabei lernen sollte, kann ich im weiten nicht erkennen, weil ich noch viel zu stur bin. 
Allerdings, wenn eine gewisse Zeit vergangen ist, schaue ich auf die Erkenntnisse, die ich daraus gewonnen habe. Die Einsicht ist ein Schlüssel zur inneren Zufriedenheit. Für mich war es wertvoll mir einfach die Zeit zu nehmen, damit ich es eben nicht vergrabe, sondern möglichst viel aus solchen Momenten lerne. Dadurch gerate ich nicht in monotone Routine und weiß, was ich anders machen kann, da ich die Ergebnisse vom letzten Jahr klar und deutlich sehe. 
Um etwas anderes zu erreichen, muss auch ich mich bemühen, die Sachen anders anzugehen. Die einschränkenden Erfahrungen und diesen Ballast aus der Vergangenheit fallen zu lassen. 
Ich habe gelernt los zulassen, um mir einen besseren Anfang im Jahr 2018 zu erschaffen.

Sonntag, 31. Dezember 2017

356 new days, 365 new chances

Das war also 2017.
Kaum zu glauben, dass wieder ein Jahr vorbei ist...
Letztes Jahr habe ich angefangen mit meinem Erinnerungsglas und es war schön am Ende des Jahres zu sehen was man alles erlebt hat. Die meisten Sachen vergesse ich in der ganzen Hektik und der Dezember war ja für mich mehr als turbulent, daher war ich froh mit diesem Glas angefangen zu haben. Ich kann es wärmstest empfehlen.
Nach dem ich diese kleinen Zettel rausgeholt und in Erinnerungen geschwebt habe, ist mir aufgefallen, wie kontinuierlich aktiv das Jahr 2017 war. Es ist unglaublich, was alles passiert ist und wie viele fantastische Momente es gab.
Einerseits habe ich meine Träume verwirklicht und mein Leben zum Positiven umstrukturiert, andererseits gab es viele Neuigkeiten und zusätzliche Herausforderungen, die ich mit einem euphorischen Blick empfangen habe.

Mein Leben ist genau so, wie ich es will und dieses Gefühl gibt mir Kraft für neues.
Ich bin sehr dankbar für jede Erfahrung und für die Menschen, die mich in diesem Jahr dabei begleitet haben.

Wenn ich an mein früheres ICH denke, schäme ich mich.
Ich war in vielen Situationen sehr unzufrieden, bei Sachen die ich eh nicht ändern könnte und habe mich in vieles reingesteigert - auch ohne irgendwie den Sinn dahinter verstanden zu haben.
Man lernt allerdings nie aus und ich brauchte meine Zeit, das Leben so zu nehmen, wie es eben kommt.
Natürlich kann man manches steuern, aber es macht auch Spaß sich spontan in die Lebenssituationen neu zu gewöhnen.

"Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen, man weiß nie, was man bekommt".

Wichtig ist, dass man sich wohl fühlt und ich fühle mich mehr als wohl und bin sehr zufrieden.
Es spielten mehrere Faktoren eine Rolle, die zu meinen Glücksbefinden beigetragen haben.
Mein Partner, meine Freunde, meine Träume und Ziele.
Ich habe auch gelernt meine Dankbarkeit zu zeigen. Ich habe gelernt, dass es mir und meinem Körper gut tut.
Die Dankbarkeit hilft mir mit Trauma und Stress fertig zu werden, und steigert mein Selbstwertgefühl.
Ein starker Zusammenhang zwischen Hilfsbereitschaft, Gelassenheit und seelischen und nicht materiellem Wohlstand tragen auch dazu bei.
Ich verfolge mein Lebensziel und habe meine Strategie. Es hilft mir mein Leben anders zu sehen und zu meistern. Die kleinen Dinge werden nicht mehr verschoben, von denen ich wusste, dass sie mir eine Freude bereiten werden


Was sind eure Vorsätze für das Jahr 2018 oder was würdet ihr hinzufügen?


3,2,1...
Ein glückliches und erfülltes Neues Jahr wünsche ich Euch.
Ich wünsche Euch , dass dieses Jahr voller Veränderung sein wird.
Lasst uns schlechte Gewohnheiten ändern und lasst uns unsere Träume anfangen zu erfüllen.
Genießen wir die Kleinigkeiten , riskieren wir etwas, denn das Leben was wir leben ist begrenzt und wir wissen nicht, wann die Ziellinie erreicht ist.
Begrüßen wir das neue Jahr mit einem breitem Lächeln auf dem Gesicht und mit positiver Energie für neue Verwirklichung.
Schauen wir nicht in die Vergangenheit.
Lasst uns versuchen, mehr Lächeln und Enthusiasmus in das Jahr 2018 zu bringen.

Da mein Jahr 2017 schon sehr gut war und ich nichts auszusetzen habe, möchte ich meine Vorsätze fortsetzen und es mir gemütlich machen, in dem Zug nach 2019.

In diesem Sinne, freue ich mich auf das Jahr 2018 und sage: MEHR bitte!

Donnerstag, 30. November 2017

ALTRUISM & EGOISM

Ich nehme mir gerne im Herbst die Zeit, um stehen zu bleiben und einfach meine Gedanken zu ordnen. Herbst ist meine liebste Jahreszeit und es fällt mir so viel leichter mit einer warmen Tasse Tee meinen Akku aufzuladen. Die goldenen Farben und der frische Wind zwingen mich zur entspannen.
Die komplette Herbst Aura verzaubert mich jedes Jahr aufs Neue. Ich beginne viel an mich zu denken und was ich brauche, um glücklich durch den letzten Rest des Jahres weiterhin zu werden. Diesen letzten Abschnitt genieße ich daher besonders.

Es wird Zeit für den gesunden Egoismus. Meistens klappt es bei mir nicht so gut in den anderen Jahreszeiten aber im Herbst / Winter lässt es sich irgendwie besser integrieren.

Viele Menschen verbinden Egoismus mit etwas Negativen. Kein Wunder, googelt man danach, wird sofort eine Definition vorgeschlagen:

Egoismus (von lat. ego „ich“ mit griech.  Suffix -ismus) bedeutet „Eigeninteresse“, „Eigennützigkeit“. Das Duden-Fremdwörterbuch beschreibt Egoismus als „Ich-Bezogenheit“, „Ich-Sucht“, „Selbstsucht“, die Haltung, das eigene Ich, die eigenen Wünsche in den Mittelpunkt zu stellen.

Es wird oft unterschiedlich verstanden und ich finde, es wird oft dazu genutzt, um die Menschen zu manipulieren.
Das kennen wir schon von unseren Geschwistern. Beide hatten die gleiche Menge an Süßigkeiten, einer der Geschwister war früher fertig und wollte mehr. Das andere Geschwisterteil hatte noch etwas übrig. Was passiert? Geschwister Nummer 1 fängt an zu weinen, die Eltern stürmen in das Kinderzimmer und versuchen Geschwister Nummer 2 zu erzählen, dass es nicht schön wäre nicht zu teilen. Es wäre egoistisch. 
Diese Geschichte mit dem Egoismus fängt schon früh im Leben an und setzt sich leider in jeder Etappe des Lebens durch.
Familie, Schule, Arbeit, Freizeit, Freunde...
Sagt jemand zu uns wir wären egoistisch, egal in welchen Fall auch immer, nehmen wir es gleich persönlich und sind traurig darüber, denn wer möchte schon als Egoist bezeichnet zu werden. Es ist doch eine schlechte Kritik und man möchte doch alles andere als ein Egoist sein. Was passiert dann mit uns?
Ich spreche aus meiner Erfahrung.
Ich bekam starke Schuldgefühle und versuchte mir zu erklären, was ich nun anders oder sogar besser machen kann, damit die andere Seite, die mir gegenüber ist, zufrieden mit mir ist. Ganz oft passiert dies auf Arbeit. Der Arbeitgeber macht es ganz geschickt und Schritt für Schritt stellen wir unsere eigenen Interessen nach hinten.

„Die Menschen nennen die jenigen Egoisten, die sich nicht rücksichtlos von Ihnen ausbeuten lassen“ - Willy Reichert


Bevor ich meine „egoistische Seite“ akzeptiert habe, hat es tatsächlich länger gedauert, weil ich Angst davor hatte.
Ich weiß noch ganz genau, wie ich mich davor gefühlt habe.
Immer unerfüllt und auf der Suche nach etwas. Ich wusste nicht was mir fehlte, bis ich meine eigenen Bedürfnisse entdeckt habe und versucht habe diese im Gleichgewicht zu halten.
Ich habe angefangen regelmäßig an mich zu denken und mir eine ME-TIME verschrieben.
Es ist essenziell. Es ist die Zeit für mich selber, wo ich alleine mit mir bin und etwas für mich selber tue, weil es mir gut tut. Es gibt keine Erwartungen und kein Feedback. Ich bin unbeobachtet und ich liebe es. Ich kann in Ruhe vieles bedenken und planen für die Zukunft. Danach fühle ich mich vollgeladen mit positiver Energie und freue mich so sehr auf die Zeit mit meinen Mitmenschen und hätte ich mir diese egoistische Auszeit nicht gegönnt, dann wäre ich in meinem Inneren unglücklich und ich würde mich nicht wohlfühlen. Somit kann ich mit guten Gewissen sagen, dass ein gesunder Egoismus, der mich durch den Alltag begleitet was Fantastisches ist. Erst wenn es uns gut geht, haben wir die Kraft und Laune, für andere da zu sein.

Es tut der Beziehung zum anderen Menschen gut, aber man sollte es nicht vergessen, dass die Beziehung zum einem selber das Wichtigste ist.
Es ist bedeutsam mit sich im Reinen zu sein, denn am Ende des Tages bleibt die Beziehung zu uns selbst. Wenn wir diese pflegen und eine gesunde Balance in uns haben, dann können wir noch schönere Beziehungen zu anderen Menschen führen.