Montag, 14. Mai 2018

25 lessons

Ich bin inzwischen 25 Jahre alt geworden und ich mache öfters  ein Resümee, was ich über die Jahre gelernt habe. Manchmal übersieht man doch einiges, als wenn man es schwarz auf weiß vor sich liegen hat.

Hier sind die 25 Dinge, die mich in meiner Entwicklung begleitet haben:


1. Die Zeit heilt Wunden.

Ich war früher eine richtige Drama Queen. Ich habe immer die Problematik sehr dramatisch betrachtet und mich gefürchtet vor der zwischen Zeit. Eine Lebensänderung, die plötzlich in meinem Alltag aufgetaucht ist war schon eine Katastrophe. Sei es ein Liebeschaos, Haustier abgegeben, Streit mit den Eltern oder in ein fremdes Land zu ziehen ohne es zu wollen. Ich dachte damals, dies wird mich mein ganzes Leben lang begleiten und dieser unglückliche, dunkle Part nie von meiner Nähe verschwinden. Nichts davon hat mich abgehalten, mein Leben erfüllt weiter zu leben.

2. Ich verschiebe mein Glück nicht in die Zukunft.

Ich kann erst glücklich sein, wenn... Das war der größte Fehler in meiner Vergangenheit. Ich habe immer versucht den perfekten Zeitpunkt abzuwarten, wann ich letztendlich mein Glücksweg eingeschlagen bin und manchmal war es schon tatsächlich zu spät dafür. Ich habe es abgelegt und brauche kein Anfang des Jahres, Monats oder Woche um mit etwas zu beginnen, was mich glücklich macht. 

3. Es gibt Wichtigeres als das eigene Aussehen.

Als ich ein Teenager war, habe ich mich bemüht möglichst gut auszusehen. Nicht nur was die Klamotten angeht, sondern auch verschiedene Cremes gekauft, die meine Haut nie zum Strahlen gebracht haben, wie ich es mir erhofft habe. Je älter ich geworden bin, desto mehr wurde mir bewusst, dass ich mich über ganz andere Sachen definiere. Ich habe viel mehr Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein bekommen nicht durch mein Äußeres, sondern durch Sachen, die ich erreicht, geschafft und geleistet habe. Wenn ich was Neues gewagt habe oder mutig war, das sind auf jeden Fall die Dinge, die mich ausmachen sollten.

4. Ich bin gut genug so wie ich bin.

Früher habe ich stets das Gefühl gehabt, dass alle um mich herum mir Stolperfallen aufgestellt haben um mich zu prüfen. Ich war Dauermüde, weil ich mich auch dauerhaft beweisen musste. Dieser Gedanke, dass ich alles können muss, hat mich in den Wahnsinn getrieben. Heute habe ich keinen Problem mehr zuzugeben, dass ich von einem Thema eben keine Ahnung habe. Ich fühle mich nicht dazu verpflichtet alles zu Wissen und zu Können. Es macht mich nicht weniger wertvoll.

5. Andere sind auch nicht besser.

Diese Erkenntnis hat mir geholfen meine Ängste zu lindern. Jeder von uns ist menschlich und jeder von uns hat Probleme. Manche tragen es nach draußen und manche verstecken es ganz tief in sich aber wir alle haben diese. 

6. Ich kann es nicht allen Recht machen.

Ich muss in erster Linie mir selber Recht machen und das  habe es akzeptiert.

7. Es gibt nicht nur die eine Wahrheit.

Jeder Mensch ist individuell und hat eigene Vorstellung von Sachen, die ich vielleicht anders sehe. Meine Realität muss nicht der Realität der anderen entsprechen. 

8. Selbstbewusst 

Als ich noch jünger war, habe ich das Selbstbewusstsein mit Aussehen, Figur, Make-up, Kleidung, Haaren etc definiert. Nichts davon macht dich Selbstbewusst. Die Ausstrahlung! Wenn man sich wohlfühlt in seinem Körper und mit sich in reinen ist, strahlt man das gewisse Etwas aus und das ist auch das, was auf unsere Umgebung anziehend wirkt. 

9. Vertrauen ist alles.

Wenn ich mir vertraue, vertrauen mir auch andere Menschen. Das wichtigste ist es das Vertrauen in mir zu haben und in meine Fähigkeiten, um eine Stufe weiter nach oben zu kommen. 

10. Vorwürfe bringen mich nicht weiter.

Schuldzuweisung und Vorwürfe bringen mir nichts. Sie helfen nicht den Streit zu lösen. Es hilft eher meine Bedürfnisse und Wünsche zu äußern, dann kann mein Gegenüber mein Standpunkt sehen und versuchen zu verstehen.

11. Ausreden bringen mich nicht weiter.

Ich möchte eine Veränderung, dann muss ich für mich selber Verantwortung übernehmen. Ich habe allem um mich herum die Schuld gegeben, warum ich gerade stecken geblieben bin und nicht weiter kommen könnte. Alle sind böse zu mir, die Welt ist unfair, andere haben es leichter. Diese Ausreden haben mich nicht weiter gebracht.

12. Ich nehme mir die Zeit für Kleinigkeiten.

Ich liebe es, die Sonne an meiner Haut zu spüren, den Duft von einer Blume wahrzunehmen, die Geräusche von der Umgebung zu hören, das Essen schmecken und genießen. Wir nehmen uns selten Zeit und rennen durch die Welt. Wir übersehen zu viel durch den Alltagsstress und durch die ganzen Medien um uns herum. Einfach mal die Zeit nehmen und lernen zu beobachten.  

13. Meine Gedanken steuern meine Welt.

Meine dunklen Gedanken sind daran schuld, dass ich pessimistisch bin. Seitdem ich angefangen habe optimistischer zu sein, merke ich wie meine Optionen steigern. Ich habe dadurch viele neue Wege entdeckt. Nur was in meinem Kopf ist, ist es noch lange nicht wahr. 

14. Ich habe die Freiheit zu wählen, wie ich leben möchte.

Ich kann mein Leben so gestalten, wie ich es für richtig halte. Ich brauche keinen Zuspruch von dritten Personen. Wenn ich irgendwas nicht mehr machen möchte, muss ich es auch nicht! Keiner zwingt mich und ich kann jeder Zeit einen neuen Weg einschlagen auch, wenn andere dagegen sind. 

15. Glück ist nichts, was von außen kommt.

Es kommt von Innen. Es kommt durch Charakterentwicklung. Wenn ich glücklicher werden möchte, dann muss ich nicht zwingend erst irgendwas erreichen oder mir was teures kaufen.

16. Ich bin gut zu mir.

Früher habe ich so viel erwartet von anderen. Diese Menschen sollten zu meinem Wohlbefinden helfen. Sich um mich kümmern und sorgen. Wenn ich etwas möchte, dann sind nicht die anderen dafür verantwortlich, sondern ich selber bin dafür zuständig und muss darauf arbeiten es eben zu bekommen.

17. Das Gleichgewicht im Leben zu finden.

Meine Balance zu finden war früher unmöglich für mich. Ich habe mich zu sehr mit anderen Sachen abgelenkt und hatte das Gefühl überall sein zu müssen. Auf jeder Feier dürfte ich nicht fehlen. Bis ich begriffen habe, dass wenn ich keine Lust darauf habe, keine Welt untergehen wird. Es wird mir keiner böse, wenn ich lieber ein Buch lesen möchte oder einfach nur für mich sein will. Und wenn ja, gut dann ist es so. Ich brauche es und ich nehme mir diese Auszeit. 

18. Meine Intuition ist mein Kompass.

Entscheidung zu treffen sind nicht immer angenehm für mich. Ich quäle mich oft, weil ich eben nicht weiß was es wäre, wenn ich doch die andere Tür geöffnet hätte. Ich habe aber mit der Zeit gelernt, dass meine erste Intuition doch öfters die Richtige ist. Ich gehe jetzt immer meinem Gefühl nach. Meine Spontanität ist auf jeden Fall angenehmer und stressfreier als mich mit einer Pro-Contra-Liste auseinander zu setzen.

19. Nachts denke ich nicht über Sorgen nach.

In der Dunkelheit erscheint alles so Groß und kaum zu bändigen. Wir haben tagsüber keine Zeit um uns mit gewissen Punkten auseinander zu setzen und erledigen es gerne vor dem schlafen. Nachts denke ich nicht mehr über Sorgen nach. Ich lenke mich ab und kehre zu der Problematik eben am nächsten Tag. Manchmal habe ich vergessen worum es ging. Also kann es auch nicht so wichtig gewesen zu sein.

20. Jeder ist anders.

Ich gebe gerne Ratschläge, aber nur was für mich gut funktioniert hat, muss es nicht für jemanden anderen auch funktionieren. Genauso ist es auch anders rum. Es gibt keine Garantie, dass es mit einem Erfolg endet.

21. Alles hat seinen Preis.

Ich war oft neidisch auf andere Menschen. Es gibt immer jemanden, der erfolgreicher ist als ich, hübscher, sportlicher, gesünder, schlauer... Aber es hat auch alles seinen Preis. Diese Menschen haben eine gewisse Ausdauer sich über die Zeit antrainiert. Ich werde kein Fitnessjunkie sein oder den ganzen Tag Bücher lesen und lernen. Ich bin nicht bereit jeden Preis zu zahlen und es ist auch gut so. Ich habe andere Prioritäten im Leben. 

22. Niemand ist perfekt.

Kein Leben ist makellos. Auch wenn wir eingekuschelt sind mit allen Medien um uns herum, ist wirklich kein Mensch perfekt. Die Bilder sind gut bearbeitet, aber der Mensch an sich ist trotzdem im wirklichen Leben nicht bearbeitet. Diesen Filter besitzen wir nicht! Viele prominente Gesichter sind Erfolgreich und haben viel Geld aber sind eventuell unzufrieden damit, dass die kaum Freizeit, echte Freunde, Gesundheit oder privates Leben haben. Drogen, Alkohol und Depressionen sind vielleicht die täglichen Begleiter solcher Menschen auf die wir neidisch sind. 

23. Ich kann einen Unterschied machen.

Ich habe Nachrichten geschaut und das hat mich immer traurig gemacht. Zu einem, weil ich selber als kleiner Mensch nichts ändern kann an der Situation und wenn ja, dann wusste ich nicht mal, wo ich bei dem ganzen Chaos anfangen soll. Ich hatte immer das betrübende Gefühl. Aber das Leben hat mich gelehrt, dass selbst Kleinigkeiten viel ausmachen. Wenn ich freundlich einem Menschen begegne, dann könnte es sein, dass ich sein Tag etwas fröhlicher gemacht habe und wiederum er, es dann gleich weiter geben kann. Wenn ich nachhaltiger und minimalistischer lebe, trage ich auch was zu meiner Umwelt bei. Natürlich kann ich nicht die ganze Welt retten. Ich habe mein Fernseher ausgeschaltet und mache etwas. Wenn jeder etwas tut, dann tut sich auch etwas besser leben und die Welt verändert sich auch etwas.

24. Selbstakzeptanz 

Ich dachte früher, dass ich einen unentdeckten Talent habe, was die Musikinstrumente angeht. Falsch gedacht. Ich war furchtbar. Aber weil ich beim ersten Versuch es nicht sein lassen wollte, habe ich mir nach meinem Piano, eine Gitarre gegönnt. Es war ebenfalls grausam. Ich war sehr enttäuscht von mir, aber manchmal muss man eben lernen auch solche Missgeschicke zu akzeptieren. Ich kann vielleicht nicht gut mit Instrumenten mich beschäftigen, aber dafür bin ich kreativ in anderen Sachen. Ich fokussiere mich mehr auf meine Stärken als auf meine Schwächen.

25. Ich bin der wichtigste Mensch in meinem Leben. 

Es hat lange gedauert, bis ich das mit Überzeugung gesagt habe ohne, dass ich mich dafür schlecht gefühlt habe. Egoismus und Altruismus liegen nah beieinander. Die Menschen in meiner Umgebung hatten immer das Bedürfnis irgendwas zu meinem Leben beitragen zu wollen. Aber wenn jemand was anderes machen würde in meinem Leben, dann soll er es bitte in seinem Leben machen. Wir haben alle ein eigenes Leben. Ich bin die jenige, die mir Vorschriften machen darf, denn ich bin auch die Priorität in meinem Leben. 










Donnerstag, 29. März 2018

Minimalist

Seit längerer Zeit beobachte ich die neue Mode – Minimalismus. Es ist überall zu finden: Klamotten, Kosmetik, Einrichtung und sogar im Essen. Wenn wir weniger besitzen, sollen wir glücklicher werden. Ist es wirklich so?
Einfach das Chaos um uns herum beseitigen. Vielen, auch mir fällt es allerdings schwer, sich von materiellen Sachen zu trennen. Wir bauen indirekte Beziehung zu den Sachen auf und möchten uns aus Gewohnheit nicht neu ordnen. Wir hängen an den Sachen, nicht weil wir es brauchen oder diese nützlich sind, sondern weil wir es mit Erinnerungen beklebt haben.
Ähnliches FotoOffenbar je weniger man besitzt, desto besser und glücklicher ist man. Das Übermaß an Dingen loszuwerden und sich nur mit den Notwendigen zu umgeben, lässt uns das Gefühl der Freiheit fühlen. Minimalismus führt dazu, dass wir uns nicht mehr eingeschränkt und überrumpelt durch den Alltag bewegen. In schwierigen Situationen können wir es besser koordinieren und somit auch jeden Tag anders genießen. Es wird ein neues Leben erschaffen. Ein Leben, wo die materiellen Dinge nicht die Überhand gewinnen. Und das ist genau das wonach ich gesucht und auch gefunden habe. Ich habe nach und nach angefangen Sachen auszusortieren und gravierend zu reduzieren. Ich habe dieses Gefühl mich mit einfachen Sachen glücklicher zu fühlen. Ich kann mich endlich auf das konzentrieren, was wirklich wichtig ist! Ich bin kein Minimalist. Aber es ist ein Anfang gemacht und das war wahrscheinlich am kompliziertesten. Es hat angefangen mit meinem Kleiderschrank bis hin zu meinem geliebten Gewürzschrank in der Küche. Ich besitze weiterhin noch ganz viel, zu viel. Allerdings kann ich nicht einschätzen, ob es mich weniger oder mehr glücklich macht, diese Sachen noch zu besitzen. Mir war es besonders wichtig, ein Gleichgewicht zu finden. Mich mit Dingen zu umgeben, die mir wichtig sind, die ich regelmäßig benutze und somit auch Freude verspüre.

Ausmisten ist eine wunderbare Therapie. Du bekommst wieder mehr Überblick und hältst die Dinge mal wieder in den Händen, welche du damals für mindestens ein paar Stunden so geschätzt hattest. Du fühlst sie, du erinnerst dich an sie und kannst entscheiden, wie es mit ihnen weitergeht. Viele Dinge nehmen nur Platz weg und dienen uns nur einmal im Leben. Ausmisten ist Befreiung und Wertschätzung gleichermaßen. Vergleiche abstellen. Die Werbung redet uns ein, dass viel Besitz und viele Dinge glücklicher machen. Das muss sie auch, sie will ja schließlich so viel Geld von uns wie möglich, aber das Gegenteil ist der Fall. Umso mehr Zeug, umso mehr Sorgen darum. Und umso weniger findet alles seine Beachtung und Wertschätzung.
Verzicht. Ist das nicht erstaunlich. Wir können nur sehr schwer verzichten, aber nach oben hin zu mehr und mehr gibt es keine Grenzen. Und wir schätzen das, was wir haben nicht lange, es wird monotone Gewohnheit, wir machen es oft nur irgendwie hektisch nebenher, nicht bewusst, nicht ganz, nicht im hier und jetzt. Aber, wenn wir auf dies verzichten müssten, dann drehen wir durch. Die Rituale am morgens, mittags und abends. Die Schokolade, die Zigarette, der Kaffee, das Essen im Restaurant, das Handy, der Computer, das Internet, das Bier oder der Wein am Abend. Egal was, verzichte darauf. Mindestens 2 Tage lang. Esse, trinke, mache nur das nötigste. Sich seiner Gegebenheiten Dinge und Sachen, die im Leben hat, immer wieder mal bewusst zu werden, auf egal welche Weise, ist etwas sehr Wichtiges und Bedeutendes. Du schätzt das, was du hast und dein Leben wieder mehr, bekommst neue Freude darüber, die Monotonie des Alltags wird erträglicher und du weißt, dass du dieses Gefühl immer wieder, wenn dich der Monotonie-Alltags-Nebel wieder eingeholt hat, zurückholen und erreichen kannst. Egal wie viel du gerade hast, machst, kannst oder besitzt. Oder es geschieht etwas anderes wunderbares und du findest heraus, dass deine Seele tatsächlich Veränderung braucht. Es ist wichtig ehrlich zu sich zu sein und sich immer zu fragen: „Was tut mir noch gut, was rede ich mir vielleicht nur schön und was schätze und beachte ich zu wenig?“

Ähnliches FotoDie persönliche goldene Mitte zu finden ist die Lösung. Wenn man sich eingeengt fühlt, durch das ganze Übermaß, verliert man schnell den Überblick und es verlangt immer nach mehr und mehr Energie. Auf diese Weise vergessen wir ganz oft, was uns tatsächlich wichtig ist.
Ruhe bewahren und uns für diese Entwicklung die Zeit nehmen ist ebenfalls wertvoll. Am Anfang habe ich viel weggeschmissen und war stolz auf mich. Ich bin aber in einen Teufelskreis geraten und kam da schwer raus. Ich habe angefangen neue Dinge zu kaufen, die mir gefehlt haben. Aber ich hatte diese, bevor ich die weggeworfen habe. Das hat keinen Sinn gemacht. Ich war frustriert.
Jeder von uns ist anders und jeder von uns muss sein Platz in der minimalistischen Art erst finden. Fang nicht blind an, alles loszuwerden, denn dies kann schnell nach hinten losgehen aber lasst euch auch nicht unter einem Haufen an unnützen Dingen begraben. Das allerwichtigste ist, dass wir uns wohlfühlen zu Hause sowie unterwegs. Ich besitze noch genug und ich fühle mich glücklich aber ich verschleiere mich nicht mit Sachen, die ich längst nicht mehr brauche und nur aus Gewohnheit belasse.
Mein Fazit ist, Minimalismus kann uns glücklich machen, wenn wir uns ihm richtig nähern. Unsere Balance ist das beste Maß für alles.